Warum das Gesamtbild
Viele Zuständige, ein Vermögen
Ab einer gewissen Größe hat Vermögen mehrere Zuständige: eine Bank für das Depot, eine zweite für die Finanzierung, einen Steuerberater, einen Notar, womöglich einen Vermögensverwalter. Jeder von ihnen arbeitet an seinem Ausschnitt, und in der Regel arbeitet jeder gut.
Was dabei selten jemand hat, ist die Summe: eine Aufstellung, die alles enthält — auch die Teile, die in keiner Depotauswertung auftauchen.
Und wenn eine Frage kommt, die zu keinem dieser Ausschnitte eindeutig gehört — eine Schenkung mit Nießbrauch, eine Immobilie im Ausland, ein Verkaufserlös, der noch keine Aufgabe hat —, beginnt für Sie die Suche nach dem Richtigen. Meist bei dem, der gerade am nächsten sitzt.
Ich ordne Ihr Vermögen, rechne es durch und sage Ihnen, was die Zahlen konkret für Sie bedeuten.
Vier Ausgangslagen
Wie Ihr Vermögen entstanden ist, bestimmt die ersten Fragen
01
Über Jahrzehnte aufgebaut
Jede einzelne Entscheidung war zu ihrer Zeit richtig; zusammen ergeben sie eine gewachsene Struktur. Die Frage ist, was Sie heute noch einmal genauso aufsetzen würden.
02
Geerbt
Sie haben Positionen übernommen, die jemand anderes gewählt hat — oft in einer Lebenslage, die mit Ihrer wenig zu tun hat. Passen sie zu dem, was Sie damit vorhaben?
03
Nach einem Verkauf
Aus einem Unternehmen wurde ein Betrag. Er soll nun leisten, was vorher der Betrieb geleistet hat: Einkommen, Sicherheit und eine Aufgabe für die nächsten Jahrzehnte.
04
Bereits in Übertragung
Ein Teil ist an die nächste Generation gegangen. Offen bleibt, was wann folgt — und wovon Sie selbst in der Zwischenzeit gut leben.
Strukturieren. Bewahren. Übertragen.
Drei Stufen, die aufeinander stehen. Erst wenn die Struktur vollständig erfasst ist, lässt sich berechnen, was ein Vermögen dauerhaft tragen kann — und erst diese Rechnung sagt Ihnen, was Sie selbst noch brauchen werden, bevor etwas übertragen wird.
01
02
03
Strukturieren
Was vorhanden ist, was es jährlich kostet und welches Risiko darin steckt — über alle Institute hinweg.
Bewahren
Was dieses Vermögen monatlich und über Jahrzehnte leisten kann, und wie viel Abweichung es verträgt.
Übertragen
Was weitergeht — zu Lebzeiten geplant, und geordnet für den Fall, dass jemand anderes übernehmen muss.
- Was Sie tatsächlich besitzen
- Was Ihr Vermögen jedes Jahr kostet
- Welches Risiko Sie tatsächlich tragen
- Was Ihr Vermögen monatlich leisten soll
- Was offen bleibt und trotzdem planbar ist
- Die nächste Generation
- Wenn jemand anderes übernehmen muss
Strukturieren · 01
Was Sie tatsächlich besitzen
Gewachsenes Vermögen liegt verteilt: zwei oder drei Banken, ein altes Depot, Immobilien in unterschiedlicher Haltung, Beteiligungen, Lebensversicherungen aus den Neunzigern, vielleicht ein Darlehen an ein Familienmitglied. Der erste Schritt ist schlicht — und wird trotzdem selten gemacht: alles auf ein Blatt.
- Wie hoch ist Ihr Nettovermögen heute, über alle Institute und Anlageklassen hinweg?
- Welche Positionen erscheinen in keiner Depotauswertung — Immobilien, Beteiligungen, Versicherungswerte, Darlehen?
- Welche Verträge laufen noch, deren Bedingungen Sie heute nicht mehr bekommen würden?
- Wo liegen Vollmachten, Zugänge und Unterlagen, und wer kennt sie außer Ihnen?
- Welche Positionen betrachtet derzeit niemand?
Diese Aufstellung ist die Grundlage für alles Weitere. Erst mit ihr bezieht sich jede Empfehlung auf das Ganze statt auf einen Ausschnitt.
Strukturieren · 02
Was Ihr Vermögen jedes Jahr kostet
Die Gesamtkosten eines gewachsenen Vermögens stehen nirgends zusammen. Sie verteilen sich auf Verwaltungsvergütungen, Fondskosten, Depotgebühren, Transaktionskosten und Provisionen — jede Position für sich plausibel, in der Summe oft überraschend.
- Was zahlen Sie im Jahr an alle Beteiligten zusammen, ausgedrückt in Euro?
- Welche Kosten stecken in den Produkten und tauchen auf keiner Rechnung auf?
- Welche Vergütung fließt an wen — und wofür genau?
- Wie verhält sich die Gesamtkostenquote zu dem, was Ihre Struktur tatsächlich leistet?
- Welche Kosten würden entfallen, ohne dass sich an Ihrer Strategie etwas ändert?
Kosten sind die einzige Größe in der Vermögensanlage, die sich sicher vorhersagen lässt. Genau deshalb lohnt es, sie zuerst zu kennen.
Strukturieren · 03
Welches Risiko Sie tatsächlich tragen
Risiko verteilt sich bei gewachsenem Vermögen anders als in der Anlageberatung eines einzelnen Depots. Über alle Positionen hinweg entstehen Häufungen, die in keiner Einzelauswertung sichtbar werden.
- Welche Klumpen bestehen über alle Depots hinweg — in Branchen, Regionen, Währungen oder einzelnen Titeln?
- Wie groß ist der Immobilienanteil, und wie liquide ist er im Ernstfall?
- Wie wirken steigende oder fallende Zinsen gleichzeitig auf Ihre Finanzierungen und Ihre Anlagen?
- Wie viel Ihres Vermögens wäre binnen vier Wochen verfügbar?
- Welchen Rückgang können Sie finanziell aushalten — und welchen wollen Sie aushalten?
Entscheidend ist die Summe: wie viel Risiko Sie über alle Positionen hinweg tatsächlich tragen.
Bewahren · 04
Was Ihr Vermögen monatlich leisten soll
Mit dem Ruhestand kehrt sich die Logik um: Jetzt geht es um planbare Entnahme über zwanzig, dreißig oder mehr Jahre. Entscheidend ist dabei die Reihenfolge — aus welchem Topf wann entnommen wird, und was dabei an Steuern anfällt.
- Welcher Betrag steht Ihnen monatlich zur Verfügung, nach Steuern und nach Inflation?
- Aus welchem Topf entnehmen Sie zuerst, und was kostet die falsche Reihenfolge über zwanzig Jahre?
- Wie viel Liquidität liegt bereit, damit Sie schwache Marktphasen aussitzen können?
- Welche Erträge laufen ohnehin — Mieten, Ausschüttungen, Renten — und welche Lücke bleibt?
- Welcher Betrag soll am Ende noch da sein, und für wen?
Eine Entnahmestrategie ist vor allem eine Reihenfolge — und die lässt sich rechnen.
Bewahren · 05
Was offen bleibt und trotzdem planbar ist
Drei Größen bleiben offen: wie lange Sie leben, wie sich die Preise entwickeln und wann die Märkte schwach sind. Planbar ist trotzdem das Entscheidende — nämlich wie viel Abweichung Ihr Vermögen verträgt, bevor eine Entscheidung nötig wird.
- Wie lange trägt Ihre Planung, wenn Sie 95 werden statt 85?
- Was bleibt von Ihrer monatlichen Entnahme nach zwanzig Jahren, wenn die Preise weiter steigen?
- Welcher Teil Ihres Vermögens wächst langfristig mit der Inflation mit?
- Wie lange könnten Sie eine schwache Marktphase aus liquiden Mitteln überbrücken?
- Welche zusätzlichen Kosten könnte ein Pflegefall auslösen, und aus welchem Topf kämen sie?
Vorhersagen lassen sich diese Größen von niemandem. Ausrechnen lässt sich aber, wie viel Spielraum Ihr Vermögen für jede davon hat — und genau das ist die belastbare Form von Sicherheit.
Übertragen · 06
Die nächste Generation
Die Übertragung von Vermögen ist zur Hälfte eine steuerliche und zur Hälfte eine familiäre Frage. Die steuerliche Seite lässt sich rechnen und gestalten — die familiäre entscheidet darüber, ob die Gestaltung auch hält.
- Welche Freibeträge stehen wem zu, und wann waren sie zuletzt genutzt?
- Was soll zu Lebzeiten übergehen, und was erst später?
- Wovon leben Sie, wenn ein Teil bereits übertragen ist — Nießbrauch, Wohnrecht, Rückforderungsrechte?
- Wie lassen sich Immobilien und Beteiligungen so aufteilen, dass die Familie damit gut leben kann?
- Wissen die Beteiligten, was auf sie zukommt?
Die Gestaltung übernehmen Ihr Steuerberater und Ihr Notar. Meine Aufgabe ist die Rechnung darunter: Was bleibt Ihnen, was kommt an, und wann.
Übertragen · 07
Wenn jemand anderes übernehmen muss
Vermögen geht manchmal auch vorübergehend über: eine Operation, ein Unfall, ein längerer Auslandsaufenthalt — und für einige Wochen muss jemand anderes handlungsfähig sein. Bei einem über viele Institute verteilten Vermögen ist das vor allem eine Frage der Ordnung.
- Wer darf im Fall der Fälle über welches Konto und welches Depot verfügen?
- Liegen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung vor, und sind sie den Banken bekannt?
- Gibt es eine aktuelle Aufstellung aller Konten, Depots, Verträge und Zugänge — und weiß Ihre Familie, wo sie liegt?
- Wer kennt Ihre Absichten gut genug, um in Ihrem Sinne zu entscheiden?
- Wie schnell wären Ihre Angehörigen zahlungsfähig, wenn einzelne Konten vorübergehend gesperrt sind?
Dieser Teil der Übertragung kostet einen Nachmittag — und er ist der einzige, den Sie vollständig selbst gestalten können.

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Georg Böttcher
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